KFA-Wappen Krombacher_Pokal-HP

                                                                                                                                                                                                  letzes Update: 04.12.2016


Termine:

                                                                                                                                                                                                                                                  

 Ältere Berichte aus 2016 findet sind bereits Archiviert und  Ihr findet diese in der  Rubrik Presse Archiv
                                                                                                                                                                                                                                                  

22.November 2016

DFB-Masterplan: Vorstandstreff im Kreis Darmstadt
 
Auf dem Amateurfußballkongress im Jahr 2012 in Kassel hat der Deutsche Fußball-Bund deutlich gemacht, dass ohne eine solide Basis in Deutschland auf Sicht kein Fußball in Deutschland möglich ist. Die Basis bildet der Amateurfußball in Deutschland, der jedoch vor großen Herausforderungen steht. Bei der Bewältigung der Aufgaben will der DFB und seine 21 Landesverbände die Amateurvereine unterstützen und hat hierfür einen Masterplan entwickelt.

Kommunikation, Weiterentwicklung des Spielbetriebs und Vereinsservice sind die Schwerpunkte der hessischen Variante des Masterplanes. In alle 32 Kreise begeben sich Mitarbeiter und Präsidiumsmitglieder des Hessischen Fußball-Verbandes, um vor Ort mit Vereinverantwortlichen zu diskutieren und neue Ideen zu entwickeln. Sebastian Fink als zuständiger hauptamtlicher Mitarbeiter kam zum sogenannten "HFV-Vorstandstreff" ins Bürgerhaus nach Wixhausen, wo er von Kreisfußballwart Michael Sobota, dem Qualifizierungsbeauftragten des Kreises Heinz-Werner Krautwurst sowie rund 30 Vereinsvertretern begrüßt wurde. Leider war kein Präsidiumsmitglied mitgekommen, dass hätte die späteren Diskussionen um die Aufstellung des Verbandes zur Kenntnis nehmen können.
 
Zwei Themenschwerpunkte behrrschten die Abendveranstaltung: wie kann das Ehrenamt gefördert und gestärkt bzw. wie können Ehrenamtliche an den Fußballverein herangeführt werden? Das zweite Thema beschäftigte sich mit dem Bereich der Finanzen. Routiniert hatte Fink die Themeninhalte verschiedenen Tischen zugeordnet, an denen die Vereinsverantwortlichen saßen. Festgestellt wurde in der Analyse zum Ehrenamt unter anderem, dass die Vereinsbindung stark nachgelassen habe und der Verein oftmals nur als Dienstleister gesehen wird. Insbesondere im Jugendbereich ist derartiges mittlerweile viel verbreitet. Den Verein als Gemeinschaft wahrzunehmen, in welche man sich auch einbringt, sei eine zentrale Botschaft, die kommuniziert werden müsse. Hinsichtlich der Kommunikation sei jedoch ebenfalls viel verbesserungswürdig, um das Verständnis für die gemeinsame Sache zu fördern. Auch außerhalb eines Vereinsfestes jemanden zu einer regelmäßigen Mitarbeit im Vorstand oder als Trainer zu bewegen, sei das Gebot der Stunde. Praktische Tipps, wie so etwas als Botschaft an Vereinsmitglieder vermittelt werden kann, zeigte Sebastian Fink zum Schluss der Diskussionrunde in einem Videoclip.
 
Auch der Bereich der Finanzen kam inhaltlich nicht zu kurz. Für Rot-Weiß Darmstadt ergriff deren Vorsitzender Harry Distelmann das Wort und machte deutlich, dass Fußballsport anzubieten für einen Verein mittlerweile kaum finanzierbar sei. Infrastruktur, Gebrauchsmittel, Gebühren und Verwaltung seien Kostenverursacher. Es sei bezeichnend, dass der mitgliederstärkste hessische Verein TG Bornheim mit seinen mehr als 30.000 Mitgliedern keinen Fußballsport anbiete. Auch Unterhaltung der Infrastruktur, Mitgliederentwicklung sowie Marketing- und Sponsoring sind zentrale Aspekte der Finanzierung eines Vereins. Emotional wurde es, als aus der Runde die Frage gestellt wurde, warum den Amateuren das Leben zusätzlich durch die Einführung der Sonntagsspiele erschwert worden sei. Dramatisch schwindende Zuschauerzahlen und damit Einnahmeverluste seien ebenso die Konsequenz wie ein um sich greifender Mangel an Spielern und Schiedsrichtern. Nun kommt durch den neuen Grundlagenvertrag zwischen Liga und DFB sogar noch ein drittes Erstligaspiel am Sonntag hinzu. Auch seien die Verbandsstrukturen sowie vielfach die Entscheidungen zu Spielbetrieb und den Ordnungen des Verbandes intransparent und kontraproduktiv. Zu viele Strafen für Bagatellen würden das Ehrenamt ebenfalls erschweren.

Fink nahm die Kritik zur Kenntnis und will diese an die Verbandsspitzen weiterleiten. Das daraus jedoch absehbar Konsequenzen im Sinne der Vereine sich ableiten werden, erwartet von den Teilnehmern niemand. Zu oft schon ist man bereits enttäuscht worden.

Impressionen vom HFV-Vorstandstreff: Die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren an den Themen zu Ehrenamt und Finanzen sehr interessiert und erarbeiteten in Arbeitsgruppen Ergebnisse, die anschließend dem Plenum präsentiert wurden.

HFV-Vorstandstreff-2                 HFV-Vorstandstreff-1


HFV-Vorstandstreff-3           HFV-Vorstandstreff-4

HFV-Vorstandstreff-5

                                                                                                                                                                                                                                                

22.November 2016

Dreimal nicht angetreten: Aus für den VfR Eberstadt
Die Spielabsage gegen KSG Brandau war nun der dritte Fall, der nach der Spielordnung dazu führt, dass die Mannschaft des VfR Eberstadt jetzt aus dem laufenden Spielbetrieb ausscheidet und als erster Absteiger feststeht. Alle noch ausstehenden Spiele des VfR Eberstadt werden für den jeweiligen Gegner bis zum Ende der Saison mit 3 Punkten und 3:0 Toren gewertet. Eberstadt kann, soweit man in der kommenden Saison dazu sportlich in der Lage ist, in der kommenden Saison in der Kreisliga B neu starten.

                                                                                                                                                                                                                                                

19.November 2016

DFB – Kreisehrenamtspreis 2016 für Thomas Krömmelbein (TSV Pfungstadt)

Der DFB-Ehrenamtspreis wird nunmehr zum 20.Mal von dem Deutschen Fußball Bund vergeben. Mit der Auszeichnung honoriert wird vor allem der Einsatz, den die Preisträger in den vergangenen drei Jahre in ihren Heimat Vereinen geleistet haben.
Der DFB-Kreisehrenamtsträger – Thomas Krömmelbein von TSV Pfungstadt ist seit 2003 für die Frauen- und Mädchenfußball als Abteilungsleiter zuständig. Vor der Saison 2016/17 hat er einen kompletten Vereinswechsel mit über 100 Spielerinnen einer Frauen- und Mädchenfußball Abteilung von der Germania Pfungstadt zum TSV Pfungstadt abgewickelt. Der Kreisfußballausschuß Darmstad gratuliert herzlich zur der Ernennung und wünscht Thomas Krömmelbein weiterhin viel Erfolg in der Ehrenamtlichen arbeit.

                                                                                                                                                                                                                                                 

19.November 2016


DFB – Fußballhelden 2016 Aktion junges Ehrenamt Cedric Assmuss – SV Traisa ist der Kreissieger.

Der 18 jähriger ist seit 2013 als aktiver Fußballer und gleichzeitig Jugendtrainer im Verein. Zur Zeit spielt er selbst in der A Jugend und trainiert die D 2 Jugendmannschaft. Obwohl er zu Beginn seiner Trainertätigkeit selbst erst 15 Jahre alt war, überzeugte er mit Organisationstalent und Teamführung. Cedric ist auch in seinem eigenen aktiven Fußball immer ein tolles Vorbild für die Kids und geht mit besten Beispiel was soziale Kompetenzen betrifft voran. Als Fußballheld des Fußballkreises Darmstadt wird Cedric vom DFB und KOMM MIT zur Fußballhelden – Bildungsreise nach Spanien eingeladen, welche dann im Frühjahr 2017 stattfinden wird. Unter professionellen Betreuung, besteht die Möglichkeit eine C – Trainer Lizenz zu erwerben.
Wir gratulieren Cedric Assmuss zur der Ernennung und wünschen ihm viel Erfolg in der Ehrenamtlichen Arbeit sowie beim Förderprojektes in Spanien.

                                                                                                                                                                                                                                                 

SR-Neulingslehrgang


ab dem 09.01.2017 bietet die KSVGG Darmstadt einen Ausbildungslehrgang für Schiedsrichteranwärter an. Alle notwendigen Informationen finden Sie im unseres Kreislehrwarts David Zinngrebe.

Mit freundlichen Grüßen
David Wegmann

                                                                                                                                                                                                                                                 

Mittlerweile die sechste Saison spielt der SV Kiefer Darmstadt in der Kreisliga D Darmstadt. Der SV Kiefer ist kein normaler Fußballverein sondern eine Gefängnismannschaft, die am Ligaspielbetrieb des Hessischen Fußball-Verbandes teilnimmt. Anzeichen sprechen dafür, dass dieses bundesweit beachtete Projekt vor dem Aus stehen könnte.

Es waren seinerzeit harte Bretter zu bohren, ehe die Sache perfekt gemacht werden konnte. Der SV Kiefer Darmstadt, ein von Gerhard Wydra als Bediensteten der JVA Darmstadt gegründeter Sportverein, kickte ab Mitte der neunziger Jahre als Sondermannschaft im Kreis Darmstadt. Diese Spiele galten als Freundschaftsspiele und wurden vom Fußballkreis Darmstadt organisiert. Die Besonderheit schon damals: der SV Kiefer konnte aus nachvollziehbaren Gründen nur Heimspiele austragen. Die jeweiligen Gegner mussten also in die JVA fahren, um innerhalb des Geländes auf einem Tennenplatz ihre Spiel auszutragen. Selbstverständlich fanden bereits damals Ausweis- und Taschenkontrollen derjenigen statt, die in die JVA zum Fußballspielen kamen. Im Verlauf der Jahre wurde der Spielbetrieb der Sondermannschaften wegen fehlender Mannschaften im Kreis Darmstadt eingestellt. Der SV Kiefer orientierte sich zunächst in den Kreis Groß-Gerau, in dem aber wenige Jahre später der Spielbetrieb ebenfalls eingestellt wurde.

Das hätte für den SV Kiefer als Fußballmannschaft das Aus bedeutet. In dieser Situation kam der Gedanke auf, die Mannschaft am regulären Punktspielbetrieb des Hessischen Fußball-Verbandes teilnehmen zu lassen. Um das zu realisieren, mussten Darmstadts Kreisfußballwart Michael Sobota (Ober-Ramstadt) und sein Vertreter Dieter Behrendt (Wixhausen) viel Überzeugungsarbeit leisten. Zunächst mussten Präsidium und Verbandsvorstand überzeugt werden. Nach der Spielordnung des Verbandes muss z.B. jeder Verein gegen seinen jeweiligen Gegner ein Heim- und ein Auswärtsspiel austragen. Für Kiefer gibt es aber nur Heimspiele. Nach dem positiven Plazet des Verbandsvorstandes galt es, die Vereine der Kreisliga D mit ins Boot zu holen. Verbunden mit dem zweimaligen Anreisen in die JVA waren auch Sicherheitsüberprüfungen durch die Anstalt. Nach anfänglichen Vorbehalten nahm der SV Kiefer in der Saison 2011/12 erstmals an einem Punktspielbetrieb teil. Ein über die hessischen Landesgrenzen hinaus beachtetes und einzigartiges Projekt nahm seinen Lauf. Zum ersten Punktspiel kam der damalige Justizminister Jörg-Uwe Hahn, der Präsident des Hessischen Fußball-Verbandes Rolf Hocke, der Weltmeister von 1954 Horst Eckel und viele andere. Sportlich gehörte der SV Kiefer die ersten vier Jahre zur Elite der Liga. Im vorletzten Jahr wurde man sogar Vizemeister, doch konnte man an Aufstiegsspielen nicht teilnehmen, weil nach den kreisinternen Regularien nur die Meisterschaft einen Aufstieg ermöglicht hätte.

Seit der vergangenen Saison liegen nun große Schatten auf dem sozialen Projekt. Durch die konsequente Umsetzung von Sicherheitsbestimmungen durch die JVA kommt es nun immer häufiger zur Zurückweisung von Spielern der Mannschaften, die zu Punktspielen in der JVA antreten. Prüfte die JVA in früheren Tagen nur, ob ein Spieler selbst eingesessen oder Besuchskontakte hatte, werden die Spieler der Mannschaften nun durch die Polizei auf bestimmte Eintragungen im Polizei-Informationssystem überprüft. Rauschgiftdelikte und Körperverletzung im Verlauf der letzten drei Jahre begangen führen dazu, dass die Spieler draußen bleiben müssen. Die Info erhält die JVA als Rückmeldung von der Polizei. Zwar versucht Peter Büttner, als Beschäftigter der JVA und Manager der Knastmannschaft, die Vereine, die vor Beginn der Saison eine Spielerliste an die JVA übermitteln, frühzeitig zu informieren. Doch seit mehr als einem Jahr häufen sich die Fälle, in denen Spieler zurückgewiesen werden. " Vor allem betroffen sind Spieler, die nicht auf der eingereichten Liste stehen, weil sie z.B. neu in der Mannschaft sind oder aus der ersten Mannschaft nun in der Reserve eingesetzt werden", erklärt Büttner, der selbst unglücklich über die Entwicklung ist. "Der Aufwand, den ich betreiben muss, ist immens. Zudem wird es immer schwieriger den Mannschaften zu erklären, dass bestimmte Spieler keinen Einlass erhalten". Das bürokratische Prozedere ist riesig, weil die JVA verlangt, eine aktuelle Spielerliste für das konkrete.

Meisterschaftsspiel nochmals mindestens eine Woche vorher abzuliefern. Das klappt teilweise, aber häufig auch nicht. Zuletzt verweigerte man drei Spieler der TGB Darmstadt den Zutritt, worauf die Mannschaft abreiste.

Gespräche von Kreisfußballwart Michael Sobota mit Anstaltsleiterin Claudia Fritz im Frühjahr verliefen zwar freundlich und von gegenseitigem Verständnis geprägt. In der Sache selbst hat es nicht dazu geführt, die Lage zu entspannen. Bis zur Justizminsterin Eva Kühne-Hörmann ist das Thema bereits vorgedrungen, die nach Aussage von Peter Büttner großen Wert darauf legen soll, das Projekt zu erhalten. Allerdings herrscht im operativen Bereich von Ministerium und JVA vermeintlich die Auffassung, zur derzeitigen Regelung gäbe es keine Alternative. Unabhängig hiervon werden die kritischen Stimmen in den Vereinen, die das alles auf freiwilliger Basis auf sich nehmen, lauter.

Fußballwart Sobota will jetzt einen Termin mit der Ministerin vereinbaren und den Versuch unternehmen, das Projekt noch zu retten. Der Zeitplan ist knapp. Sollte bis zur Winterpause keine Lösung erzielt sein, könnte ein bundesweit beachtetes Modellprojekt der Vergangenheit angehören.